Interview Skorbut 17.05.2009

Skorbut

LineUp:Armin Küster /Daniel Galda /Jörg Hüttner

Website: www.skorbut.net

MySpace:www.myspace.com/skorbutgermany

 

Hallo Daniel,

danke das Du Dir die Zeit für unser Interview genommen hast.
Erzählt doch mal ein bisschen über Euch..

Ruhrschall: Wie seid Ihr eigentlich auf den Namen SKORBUT gekommen?

Daniel: Die Geschichte geht zurück in die 90er Jahre und ist durch unseren damaligen Lifestyle begründet. Besonders viele Vitamine nahmen wir nicht zu uns und ein Bekannter wies uns mit den Worten "Ihr bekommt irgendwann Skorbut" darauf hin. Wir waren damals sowieso auf Namensuche und fanden Skorbut lustig und zugleich passend für uns und unsere Musik.

Ruhrschall: Und welche Bedeutung hat dieser Name für Euch?

Daniel: Naja, es ist unser Bandname und darauf kann man es heute reduzieren. In dem Namen steckt keine weitere Philosophie oder Bedeutung. Interpretationen, auf die Musik bezogen, könnte man zwar vornehmen, würden aber zu weit führen. Skorbut ist der Name der Band, der auf der CD draufsteht und damit hat es sich.

Ruhrschall: Wie seid Ihr eigentlich dazu gekommen Musik zu machen?

Daniel: Musik war schon immer unsere Leidenschaft. Dies betrifft alle Skorbut-Mitglieder. Als Teenies konsumierten wir sehr viel Musik und bestimmte düstere Hörgewohnheiten entwickelten sich eben über Depeche Mode, Anne Clark usw.. Jörg und Armin beschäftigten sich sehr früh mit elektronischen Instrumenten und experimentierten sehr viel. Während Jörg klassische Tonstudiopraktikas machte, erarbeitete sich Armin das Know How vor allem autodidaktisch. Später sind beide in der Instrumentenbranche gelandet. Jörg arbeitete für einen bekannten Synthesizerhersteller und diverse Software-PlugIn-Entwickler. Armin wiederum war als Journalist für verschiedene Keyboardmagazine tätig, prüfte die Maschinen auf Herz und Nieren und verfasste die üblichen Testberichte. Über diese Arbeiten lernten die Beiden sich dann auch kennen. So stieß Armin letztendlich auch zu Skorbut. Ich unternahm verschiedene Versuche Musik zu machen, muss aber ehrlich zugeben, dass ich technisch nicht sonderlich versiert bin und es irgendwann aufgab. Hinzu kam auch, dass ich mit zwei absoluten Könnern zusammen arbeite, die es besser drauf haben als ich. Da tobe ich mich lieber beim texten aus.

Ruhrschall: Skorbut sind also heute wieder ein Trio. Wie sind die Aufgaben innerhalb der Band verteilt?

Daniel: Wie schon erwähnt, sind Armin und Jörg die Musiker und für den Sound zuständig und ich bin der Texter und die Stimme von Skorbut. Das bedeutet aber nicht, dass jeder nur autark für sich arbeitet. Wir beeinflussen uns auch gegenseitig. Ich nehme während unserer Studiosessions auch sehr gerne Ratschläge von den anderen an wenn es irgendwie am Text hakt und ich nicht weiter weiß. Auf der anderen Seite beeinflusse ich natürlich auch manchmal die Entwicklung eines Songs im Sound durch Tipps. Wir arbeiten natürlich alle irgendwie zusammen an Skorbut. Es greift ein Rädchen in das andere.

Ruhrschall: Wie würdet Ihr Euren Musikstil beschreiben? Und wie hat er sich im laufe der Zeit verändert?

Daniel: Unsere Wurzeln liegen definitiv im Dark Elektronik Bereich. Wenn man Schubladen bedienen möchte, könnte man uns in diverse verfrachten. Sehr stark ist beispielsweise der EBM-Einfluss.Wir alle sind mit Skinny Puppy, Nitzer Ebb, Klinik, Front und altem Zoth Ommog- oder Wax Trax-Sound groß geworden. Das hört man den alten Skorbut CD´s genauso an wie der demnächst erscheinenden neuen CD. Auf alle Fälle hat Skorbut eine eigene Note und ist im Gesamten nur schwer auf einen Stil zu reduzieren. EBM steht neben Hellectro genauso wie Industrialanleihen neben Electropop stehen. Anfangs wurde uns das auch sehr negativ angelastet. Die Leute meinten immer, dass ihnen ein bestimmter Wiedererkennungswert fehlt - ihnen fiel es einfach schwer uns mit etwas zu vergleichen. Die Spanne ging da von Laibach/DAF über alte Berzerksachen bis hin zu Das Ich oder Calva Y Nada oder Suicide Commando. Jeder Song klang und klingt irgendwie anders. Heute wissen diese Bandbreite viele Leute zu schätzen. Wir haben uns mit unserer Abwechslung eine kleine aber treue Fanbase erspielt, die wiederum jetzt diese Abwechslung auch einfordert. Der Sound auf der neuen CD wird wieder sehr abwechslungsreich und handwerklich sehr weit vorne sein.

Ruhrschall: Gibt es da vielleicht auch einen Besonderen Ort der Inspiration für Euch?

Daniel: Nein,  "den besonderen Ort" gibt es nicht. Wir saugen überall etwas auf. Das gesamte Leben ist eine Inspiration. Für mich beim Texten sowieso. Egal ob es Vorlesungen an meiner Hochschule sind oder diverse Medien oder Gespräche mit Freunden. Bei Jörg und Armin sind es mit Sicherheit die Maschinen mit denen sie arbeiten. Und die größte Inspiration ist mit Sicherheit wenn wir alle in einem Raum sitzen und etwas zusammen entwickeln. Also kannst Du schon sagen, wenn Du es räumlich begrenzen willst, dass unser größter Ort der Inspiration das Studio ist in dem Skorbut arbeitet.

Ruhrschall: Wie sieht Eure Arbeit im Studio aus? Was steht  zuerst?  Die Musik oder der Text?

Daniel: Wie bei jeder anderen Band auch, ist das unterschiedlich. Mal steht die Musik zuerst und ich schreibe, inspiriert von ihr, den meiner Meinung nach passenden Text oder eben anders herum. Dann bekommen Armin und Jörg von mir einen Text geschickt, analysieren diesen bezüglich Reimschema und Metrum, lassen sich von ihm inspirieren und schreiben Musik dazu die vom Tempo und der Atmosphäre ihrer Meinung nach dazu passt. Wie vorhin schon erwähnt, kann es auch vorkommen, dass der eine dem anderen auch Anregungen und Tipps gibt. Letztendlich bleiben zum Schluss Songs stehen, die jeder von uns cool findet und unter denen jeder gerne seinen Namen sieht. Fairerweise muss ich noch anmerken, dass der Feinschliff einer CD letztendlich immer an Armin oder Jörg hängen bleibt. Also gemeint sind damit das Abmischen, Arrangieren oder auch Mastern. Dies sind die Angelegenheiten, von denen ich keinen Plan habe und mich auch weniger nützlich einbringen kann.

Ruhrschall: Gibt es auch musikalische Vorbilder für Euch? Bzw. gibt es Musiker die Eure Werke beeinflussen?

Daniel: Jede Menge. Das würde aber den Rahmen hier sprengen. Wir sind alle Mitte 30 und hören somit also seit circa 20 Jahren bewusst Musik. In 20 Jahren kannst du viel hören, siehst Trends und Bands kommen und gehen. Alles das fließt unterbewusst in deine Musik mit ein. Kopieren wollen wir nichts, aber bestimmten Einflüssen und Vorlieben können wir uns unterbewusst eben auch nicht entziehen.

Ruhrschall: Mit welcher Band würdet Ihr denn gerne mal zusammenarbeiten?

Daniel: Naja, zusammen arbeiten ist vielleicht zu viel gesagt. Aber ich würde bei diversen Bands oder Musikern schon mal gerne im Studio spionieren. Wie gehen die an bestimmte Arbeiten heran? Welche Rolle spielt da der Produzent? usw. Unsere Zusammenarbeiten mit anderen Bands beschränken sich momentan nur auf das Remixing. Wir suchen da speziell immer nach, unserer Meinung nach, kreativen und guten sowie unbekannten Bands. Das Internet ist voll davon. Beispielsweise sind auf der neuen Maxi CD "Phantom Pain" solche Bands enthalten. Neben etablierten Bands wie Kaos Frequenz oder Novastorm stehen hier die Titans aus Schweden, Fabious Corpus Act aus Weißrussland oder YADE aus der Schweiz. Ich freue mich da immer diebisch wenn ich solche Bands für mich entdeckt habe und wenn sie dann noch einen Remix für uns machen. Wir planen weitere Remixe und ich werde mich demnächst wieder auf die Suche nach solchen Bands machen. Das ist eine Arbeit, die mich durchaus fasziniert.

Ruhrschall: Du hast es gerade schon erwähnt, Eure neue Maxi-CD "Phantom Pain" ist gerade erschienen. Wie und wo kann man sie erhalten?

Daniel: Die CD ist als Medium über den Ebay-Shop von Sonic-X, über Biohazzard oder auch bei diversen Mailordern erhältlich. In wie weit es sie im normalen Handel gibt, bleibt noch abzuwarten. Die Handelsketten nehmen nur noch die wirklich großen Verkaufsthemen in ihr Sortiment auf. Man kann die CD aber auch als Bundle downloaden. Sie ist auf iTunes, Musicload, Amazon und den anderen üblichen verdächtigen Portalen gelistet.

Ruhrschall: "Phantom Pain" ist ja eine Maxi CD. Wann kommt das Album dazu und wie wird es heißen?

Daniel: Das Album wird voraussichtlich "Medium" heißen und soll Ende des Jahres erscheinen. Acht Songs sind schon fertig. Die restlichen Songs wollen wir in einer Studiosession im Juni fertigstellen. Insgesamt sollen 10 bis 12 Songs darauf sein.

Ruhrschall: Seid Ihr mit der Resonanz auf die "Phantom Pain" Maxi zufrieden?

Daniel: Wir sind sehr zufrieden. Es ist das erste mal, dass wir mit einer Promotionagentur - der Promofabrik - zusammenarbeiten. Wir müssen momentan sehr viele Interviews bei Internetradios etc. geben. Die Resonanz ist sehr gut und der Song wird auch von den DJ´s der Clubs sehr gut angenommen. Wir sind mehr als positiv überrascht. Jeden Tag erreichen uns nette Mails aus der ganzen Welt, in denen wir mit Lob überschüttet werden. Wir sind momentan sehr euphorisch. So ein Echo gab es bisher noch nie auf Skorbut.

Ruhrschall: Was werdet Ihr mit dem ganzen Geld, das Ihr mit dieser CD verdient, anstellen?

Daniel: Hehe - Eine Maxi CD wird heut zu Tage nur noch zu Promotionzwecken oder als Geschenk für Fans hergestellt. Die Herstellungs- und Promokosten übersteigen in den meisten Fällen die Einspielergebnisse. Ich rechne nicht wirklich mit nennenswerten Einnahmen und kann diese Frage also nur als zynisches Späßchen verstehen. Die fetten Jahre der Plattenindustrie sind vorbei, die des Undergrounds sowieso. Und den wenigen idealistischen Personen, die in unserer Szene noch tätig sind, sollte man dankbar sein, dass sie überhaupt noch etwas machen. Ein sehr schwieriges Thema. Die meisten Aktivisten unserer Szene, also Musiker, Labelmacher, Journalisten oder auch Grafiker wie Du, haben meist andere Jobs und betreiben ihre Leidenschaft als Hobby. Das sollte jedem bewusst sein.

Ruhrschall: Wie seid Ihr eigentlich bei dem Label Sonic-X gelandet.

Daniel: Unsere erste CD "Log_In" kam 2001 beim deutschen Label Scanner raus. Scanner war der Meinung, dass wir mit der zweiten CD "Access All Areas" nicht mehr in das Labelprofil passen würden. 2003 waren wir aus dem Vertrag draußen. Eigentlich hatte niemand Interesse an uns, da wir - wie vorhin schon erwähnt - in keine eindeutige Schublade innerhalb der Darkelectroszene einzuordnen waren. Tommy von Sonic-X erkannte aber trotzdem das musikalische Potenzial und war bereit die CD zu veröffentlichen. Seit dem arbeiten wir zusammen, fühlen uns sehr wohl und es entstand sogar eine Freundschaft. Wir hoffen, dass wir mit der neuen CD dem Label etwas zurückgeben können.

Ruhrschall: Was muss ein gutes Label Eurer Meinung nach mitbringen?

Daniel: Ein gutes Label sollte in allen Aspekten ehrlich, loyal und fair zu seinen Musikern sein. Ehrlichkeit gegenüber den Musikern bezüglich Zielsetzung einer CD-Veröffentlichung was Verkaufszahlen und realisierbare Promotion-Kampagnen betrifft. Ein Label sollte loyal zur Musik seiner Musiker stehen. Es gibt da meines Erachtens den merkwürdigen Trend, dass manche Labels von dem Talent ihrer Musiker berechtigterweise nicht mehr wirklich überzeugt sind und unter rein wirtschaftlichen Aspekten veröffentlichen. Das sollte allen Beteiligten zu denken geben. Und ein Label sollte Fairness in der Abrechnung der Erlöse walten lassen. Berechtigterweise muss natürlich auch hier festgehalten werden, dass in der Vergangenheit auch Labels mit ihren Bands sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Es gibt da Bands, die sich aufbauen ließen und ab einem bestimmten Zeitpunkt ihren Labels den Rücken kehrten. Das waren dann meist Bands, die großen Labels, die obige Philosophie nicht beachteten, zum Opfer fielen. Letztendlich blieben dann Band und Label oftmals auf der Strecke. Eigentlich schade für alle Beteiligten. Du siehst schon an dieser kurzen Ausführung, dass wir uns in einem Haifischbecken bewegen und je mehr du dich in offenere Bereiche des Beckens begibst, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass du den größeren Haien begegnest und irgendwo unter die Räder kommst. Egal ob als Band oder als Label. Es ist wahnsinnig schwer sich seine Ehrlichkeit, Loyalität und Fairness zu bewahren, speziell wenn man von der Branche leben will. Wir sind dem ganzen Treiben allerdings nur bedingt ausgesetzt, da wir von Skorbut leider nicht leben können und uns unsere Brötchen anderweitig verdienen müssen.

Ruhrschall: Sind Compilation Beiträge für Euch wichtig bzw. gab es da schon Anfragen?

Daniel: Wir waren schon auf etlichen Compilations vertreten. Die bekanntesten darunter sind "Endzeit Bunkertracks", "Electro Club Attack", "Mondenblut", "Cryonica Tanz" oder "Wellenreiter in Schwarz". Dann noch weitere bekannte und unbekanntere Sampler. Wieso sollten wir gegenüber dieser Praktik abgeneigt sein? Man macht sich schließlich ein wenig bekannter damit. Es gibt ja durchaus Leute da draußen, die sich nur noch Sampler besorgen und kaum mehr eine komplette CD einer Band kennen. So kann man den Leuten wenigstens geläufiger werden.

Ruhrschall: Seid Ihr gegenüber CD Releases als Download aufgeschlossen oder bleibt für Euch der Silberling das „Non Plus Ultra“?

Daniel: Für mich ist das Non Plus Ultra eigentlich die gute alte Schallplatte. Ich stehe auf die Größe des Covers und den Akt des Auflegens an sich. Man legt sich bewusst eine Schallplatte auf und lässt sich ohne zappen und titelüberspringen auf eine 20 minütige musikalische emotionale Reise ein. Das ist ein ganz anderes Erlebnis und eine andere Erfahrung als auf der Emotion eines einzelnen Songs einer CD hängen zu bleiben und sie letztendlich darauf zu reduzieren. Das ist heute, eben durch zappen einer CD, üblich und ich ertappe mich des öfteren selbst dabei. Aber um auf den Kern Deiner Frage zurück zu kommen. Wir stehen allen Arten der Veröffentlichung positiv gegenüber. Uns freut es wenn die CD via Download oder als Silberling verkauft wird. Letztendlich ist es ja heute so, dass man schon stolz darauf sein kann wenn jemand überhaupt noch Geld für deine Musik ausgibt. Das freut uns ungemein. Es ist das höchste Maß an Wertschätzung, das man einem Musiker entgegenbringen kann. Dann noch darüber zu diskutieren, dass man ja das ein oder andere Medium bevorzugen würde, erübrigt sich.

Ruhrschall: Wann dürfen wir Euch denn Live erleben?

Daniel: Letztens spielten wir auf dem Elekktro Shokk Festival. Es war unser erster Auftritt in Deutschland. Wir stehen jetzt im Kontakt mit einer Konzertagentur, die uns bei diversen Clubs und Festivals anbieten möchte. Wir hoffen aslo, dass wir demnächst mehr in Deutschland zu sehen sein werden. Spruchreif sind aber noch keine weiteren Termine.

Ruhrschall: Wird es zur neuen CD eine Tour geben?

Daniel: Eine Tour in der Form, dass wir 4 oder 5 Wochen nonstop unterwegs sind, wird es definitiv nicht geben. Es wird sich eher auf Einzelkonzerte reduzieren. Wir alle sind in Jobs oder Studium integriert und müssen die Bandaktivitäten auf die Wochenenden verlagern.

Ruhrschall: Was dürfen wir denn bei einem Auftritt von Euch erwarten?

Daniel: Da Jörg in Los Angeles lebt, werden nur Armin und ich auf der Bühne zu sehen sein. Geboten wird ein Querschnitt der 4 CD´s , wobei das Hauptaugenmerk auf den letzten Beiden liegen wird. Lasst Euch überraschen.

Ruhrschall: Mit welcher Band würdet Ihr denn gerne zusammen Auftreten?

Daniel: Hm. Da gibt es viele. Je bekannter sie sind, desto besser. Denn dann kommen mehr Leute denen man Skorbut näher bringen kann. Natürlich sollten die Bands schon aus der düsteren Elektronik Sparte kommen. Das ist ja sowieso klar.

Ruhrschall: Wie steht es mit Euren Solo- bzw. Nebenprojekten?

Daniel: Also ich habe keines. Armin arbeitet noch an diversen anderen Projekten mit. Er ist da ziemlich aktiv über das Internet. Jörg ist ja sowieso die ganze Zeit in Hollywood am rotieren und hat auch etliche Nebenprojekte. Saros nennt sich die letzte Veröffentlichung. Die ist auch über MySpace zu finden. Das ist ziemlich chilliger Ambientsound, den er extra für eine Kunstausstellung beim Cannes-Festival geschrieben hat. Ein krasser Kontrast zum Skorbutprogramm. Ansonsten machen beide auch Auftragsarbeiten für andere Projekte und Musiker. Jörg hat nach seinen letzten Filmbeiträgen am neuen Pepsi Werbespot mitgearbeitet. Der läuft dann wohl irgendwann in den amerikanischen Kinos. Du siehst, die Jungs sind auf Zack und definitiv aktiv.

Ruhrschall: Eure 3 persönlichen Lieblingsalben sind?

Daniel: Da gibt es zu viele. Wir haben ja schließlich auch nicht nur drei Lieblingsbands sondern viel mehr. Und jede Band, die zu unseren Favoriten gehört, hat auch mindestens ein oder zwei Megaalben am Start. Die Frage kann ich so spontan also nicht beantworten.

Ruhrschall: Welche 3 Titel von Skorbut würdet Ihr für das Special vorschlagen und warum?

Daniel: Naja - da wäre wohl als erster "Phantom Pain" zu nennen. Einfach aus dem Grund, da er unser aktuellster Song ist. Als zweites würde ich "9 Lives Later" vorschlagen. Der Song war die Single unseres letzten Albums. Und als dritten fände ich "De(ad)cibel" oder "Antikörper" von der "Firewall"-CD gut. Die sind beide tanzbar und gut gemacht. Man würde sich ja schließlich von seiner eingängigsten Seite präsentieren wollen.

Ruhrschall: Ist MySpace eine wichtige Plattform für Euch?

Daniel: Durchaus die wichtigste. Auf unserer normalen Homepage sind wir schon ewig nicht mehr aktiv gewesen. Wahrscheinlich stellen wir die Aktivität der Seite demnächst ein und wechseln komplett zu MySpace. Kein Mensch kontaktiert über die normale Internetseite eine Band. Auf MySpace sind irgendwie alle aktiv. Unser Postfach ist ständig voll. Man wird als Band irgendwie greifbarer für die Fans und kann auch den direkten Kontakt zulassen. Ich bin ein absoluter MySpace-Fan.

Ruhrschall: Welchen Stellenwert haben für euch Charts (DAC/ Media Control usw.)?

Daniel: Da wir noch in keinen von diesen Charts vertreten waren, haben sie bei uns eher einen untergeordneten Stellenwert. Mal sehen was die Zukunft so bringt, vielleicht werden sie ja mal relevant für uns Winken

Ruhrschall: Was ist das schönste daran Musiker zu sein?

Daniel: Ich würde sagen, den Luxus zu haben sich kreativ ausleben zu können. Wenn Du auf einmal positive Resonanz auf die eigenen Arbeiten bekommst und dies aus den entferntesten Ländern, finde ich das richtig cool. Einfach die Gewissheit zu haben, Leute in Mexiko, Brasilien, Russland, Japan oder Australien mit deiner Musik erreicht zu haben, macht mich stolz. Das kreative Arbeiten und das Echo sind wie eine Droge.

Ruhrschall: Möchtest Du noch ein Schlußwort an unsere Hörer/Leser richten?

Daniel: Besucht uns auf unserer MySpace -Seite. Wir würden uns freuen. Und natürlich vielen Dank für das Lesen oder Hören dieses Artikels. Und natürlich ein dickes Danke an Dich Alex dafür, dass Du uns diese Plattform gegeben hast.

 


 

 

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