Interview SITD 26.10.09

[:SITD:]

LineUp: Carsten, Tom, Francesco


Website: www.sitd.de

MySpace: www.myspace.com/xsitdx

[: SITD :] Nachdem es bei unserer letzten Bundestagswahl es ja nicht für eine rot rote Koalition gereicht hat, setzen nun SITD mit Ihrer neuen CD da an wo die Politik versagt hat. Nämlich bei "ROT" Ob nun diese CD den erhofften Aufschwung  bringt oder nur in den Clubs für Entspannung sorgen wird, das wird uns sicher die Geschichte noch lehren. Allerdings wird "Rot", so denke ich, doch ordentlich Farbe in das monochrome Leben der Gesellschaft bringen. Damit Ihr allerdings mit der Entspannung schon beginnen könnt haben wir ein Konjunkturpaket  in Form eines Interviews für Euch geschnürt.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim lesen! Und Ihr solltet Euch ordentlich PANDEMRIX in Eure Lachmuskeln spritzen. Winken 

Euer Force3

 

Ruhrschall: Wie seid Ihr eigentlich auf den Namen SITD gekommen? Und welche Bedeutung hat dieser Name für Euch? (Eine sehr beliebte Frage bei dieser Band Zunge ausstrecken)

Carsten: [: SITD :] steht für “Standing In The Dark“. Das ist ein metaphorisches Bildnis, weil wir uns gerne im Dunkeln aufhalten. Da unser Bandname in den Anfangstagen zu Irritationen geführt hat, verwenden wir seit 1999 die Abkürzung mit den viereckigen Klammern und den Doppelpunkten, um die hawaiianischen Folklore-Roots in unserer Musik zu unterstreichen.

 

Ruhrschall: Wie seid Ihr Eigentlich dazu gekommen Musik zu Machen?

Tom: Ich bin in den 80ger Jahren mit elektronischer Musik aufgewachsen und habe viele Drogen konsumiert. Als ich nach einem LSD-Trip wieder gelandet bin, standen da auf einmal die Keyboards und zwei Leute in meinem Zimmer. Wir haben uns angeschaut, gelächelt und begannen sofort mit dem Musizieren. Das machen wir ununterbrochen bis zum heutigen Tag. Es sei denn wir geben mal zwischendurch ein Interview. So wie heute.

 

Ruhrschall: Wie sieht denn das Lineup der Band eigentlich aus? Bzw. wie sind die Aufgaben verteilt?

Tom: Ich kümmere mich um die Musik, wie die beiden anderen Leute heißen weiß ich nicht. Ich habe sie noch nicht gefragt.

 

Ruhrschall: Wie würdet Ihr euer Musikstil beschreiben? Und wie hat sie sich im laufe der Zeit verändert?

Frank: Heute Hardcore, früher Softcore.

 

Ruhrschall: Musik wird zu gern in Schubladen unterteilt. In welche würdet Ihr Euch stecken?

Frank: Wie gesagt... wir fahren Hardcore und zwar megakrass dreckig und ultra gemein.

 

Ruhrschall: Ihr macht Elektronische Musik. Wie wichtig ist für euch der PC als Instrument?

Carsten: PC und Keyboards haben wir längst weggeschmissen. Wir erzeugen mittlerweile alle Sounds selbst mit dem Mund auf Beat-Box-Basis.

 

Ruhrschall: Gibt es da vielleicht auch einen Besonderen Ort der Inspiration für Euch?

Carsten: Wir wohnen alle zusammen in einer kleinen Holzhütte an der Ruhr. In unserem Garten steht ein Baum, der heißt Karlheinz. Wenn wir inspiriert sein wollen, dann rauchen wir selbstgedrehte Kräuterstäbchen und tanzen Händchen haltend einen wilden Ringelrein um Karlheinz herum. Danach sind wir spirituell beseelt und inspiriert.

 

Ruhrschall: Wie sieht Eure Studio Arbeit aus? Was steht zuerst? Die Musik oder der Text?

Tom: Häufig steht am Anfang ein Demo, das in der Regel aus einer Strophe und einem Chorus besteht. Dann folgt der Austausch mit Karlheinz, der einen Text schreibt und eine passende Gesangsidee liefert. Als nächstes ist das Einsingen an der Reihe. In einem Losverfahren wird entschieden, wer etwas singt. Meistens gewinnt der Typ mit der Mütze, was mich unfassbar ärgert. Ich habe dabei einfach kein Glück.

 

Ruhrschall: Gibt es auch musikalische Vorbilder für Euch? Bzw. gibt es Musiker die Eure Werke beeinflussen?

Tom: Die Techno-Schlümpfe. Wir wären gerne auch so blau wie die.

 

Ruhrschall: Mit welcher Band würdet Ihr denn gerne mal zusammenarbeiten?

Tom: Es gibt sicherlich viele reizvolle Konstellationen. Als erstes steht aber nun Schnappi an. Wir werden mit Karlheinz zusammen das neue Album vom Krokodil produzieren.

 

Ruhrschall: Wann ist Eure nächste CD zu erwarten? Wie und wo kann man sie erhalten?

Carsten: Am 30.10. in jedem gut sortierten Imbiss.

 

Ruhrschall: Was wird die erste Auskopplung sein?

Carsten: “Blau“, vielleicht auch “Violett“. Das überlassen wir unserem Plattenlabel.

 

Ruhrschall: Wie zufrieden wart ihr mit der Resonanz auf Eure letzte CD Bestie:Mensch 2007?

Frank: Total.

 

Ruhrschall: Welche Erwartungen stellt ihr an die CD „Rot“? Rechnet Ihr mit Charts einstiege?

Carsten: Klar, dafür sind wir ja bekannt und dann geht’s ab zu Mirjam Weichselbraun und Joko Winterscheidt zu The Dome.

 

Ruhrschall: Welchen Stellenwert haben für euch Charts (DAC/ Media Control usw.)?

Tom: Wir würden gerne mal in die ZDF-Hitparade, aber nur zu Dieter Thomas Heck.

 

Ruhrschall: Was erwartet uns bei „Rot“? Bitte erzähle uns was über diese CD?

Carsten: “Rot“ ist quadratisch, praktisch, gut. Der Tag geht, “Rot“ kommt. Da weiß man, was man hat. “Rot“ hat die Kraft der zwei Herzen, verleiht Flügel und weckt den Tiger in Dir. “Rot“ schmeckt zwar ganz schön bitter, aber hilft Dir dafür auch schnell über’n Berg. Ich liebe es! Nur das beste für den Mann. Knackiger Spaß im Glas. Tom: Das Gute daran ist das Gute darin. “Rot“ trägt das grüne Band der Sympathie und hat die Goldkante. Damit Ihr auch morgen noch kraftvoll zubeißen könnt. “Rot“ hat den Duft, der Frauen provoziert und schwimmt sogar in Milch. “Rot“ ist die längste Praline der Welt für den kleinen Hunger zwischendurch.

Frank: Wir machen den Weg frei. Wir lieben Technik, wir hassen teuer. “Rot“ ist aus Erfahrung gut. Entdecke die Möglichkeiten.

 

Ruhrschall: „Rot“ erscheint in zwei Varianten. Was ist das Besondere an der Deluxe-Edition?

Frank: 2 CD’s, doppelt Spaß.

 

Ruhrschall: Was werdet Ihr mit dem ganzen Geld, das Ihr mit dieser CD verdient anstellen?

Carsten: Miete und Rechnungen bezahlen, Katzenfutter kaufen und wenn dann noch etwas übrig bleibt, werde ich vielleicht Karlheinz auf ein Eis einladen. Dann darf es auch schon mal ein Bällchen mehr und extra Sahne sein.

Tom: Ich spiele mit dem Gedanken mir eine Bodega mit Schattengang auf Ibiza zuzulegen. Vielleicht kaufe ich mir aber auch eine Yacht und jage damit Piraten vor der Küste von Somalia. Mal gucken wie ich so drauf bin.

Ruhrschall: Wie seid Ihr eigentlich bei dem Label Accession-Records gelandet.

Carsten: Das war 2002 in Solingen. Von diffusen Ängsten verfolgt erreichten wir im strömenden Regen ein abseits der Hauptstraße gelegenes Motel. Dessen junger Eigentümer Adrian Bates lebte zurückgezogen mit seiner Mutter nebenan in einem viktorianischen Haus. Adrian Bates erzählte uns, dass er bis auf seine Mutter keinerlei Freunde hat und lud uns zum Abendessen ein. Wir nahmen an und fortan waren wir füreinander bestimmt. Es gab da noch einen Zwischenfall mit einem Messer und einem Bandkollegen unter der Dusche, aber das ist eine andere Geschichte. Das würde jetzt zu weit führen. Das Bandmitglied lebt ohnehin nicht mehr.

 

Ruhrschall: Wie wichtig sind für Euch Compilation Beiträge bzw. gab es da schon Anfragen.

Tom: Nein, zumindest wissen wir nichts davon. Unsere Holzhütte ist soweit abgelegen von der Außenwelt, dass der Briefträger nie zu uns kommt. Eigentlich schade, oder?

 

Ruhrschall: Wie steht Ihr zu CD Releases als Download oder bleibt für Euch der Silberling das „Non Plus Ultra“?

Frank: Genau.

 

Ruhrschall: Wann dürfen wir euch denn Live erleben?

Frank: Kommt einfach zu unserer Hütte, wir musizieren dann für Euch.

 

Ruhrschall: Wird es zur neuen CD eine Tour geben?

Carsten: Wir spielen mit dem Gedanken auch mal auf einem Rummelplatz oder in einem Zirkus aufzutreten, aber wir trauen uns noch nicht so recht.

 

Ruhrschall: Was dürfen wir denn bei einem Auftritt von Euch erwarten?

Carsten: Feuerschlucker, Jongleure und viel Ausdruckstanz und Pantomime.

Ruhrschall: Mhhh. Die nächste pantomimische Vorstellung gibt es ja dann am 21.11.09 in Bochum. Na dann kann ich ja an meinem Fotoapparat den Ton abschalten!

 

Ruhrschall: Mit welcher Band würdet Ihr denn gerne zusammen Auftreten?

Tom: Mit Reaper und Amnistia. Das wäre toll!

 

Ruhrschall: Wie steht es mit Euren Solo- bzw. Nebenprojekten?

Tom: Das Nebenprojekt Flüsterlippe liegt jetzt erst mal auf Eis. Vielleicht steige ich bei Eisenfuss oder Feuerzunge ein. Mal schauen.

 

Ruhrschall: Eure 3 persönlichen Lieblingsalben sind?

Carsten: Nu Pagadi “Your Dark Side“, aber auch Bro’Sis, die Preluders und Bauer Heinrich hören wir gerne, besonders das “Schäferlied“.

 

Ruhrschall: Wie wichtig ist für Euch MySpace?

Frank: Enorm.

 

Ruhrschall: Was ist für persönlich euch immer eine Sünde wert?

Carsten: Flüstern, mit nackten Fingern auf angezogene Leute zeigen und jetzt wo das neue Album rauskommt, natürlich auch bei Rot über die Strasse gehen. Das versteht sich ja von selbst.

 

Ruhrschall: Was ist das schönste daran Musiker zu sein? 

Carsten: Trotz Rauchverbot im Backstage zu rauchen. 

 

Ruhrschall: Ihr kommt aus dem Ruhrgebiet, was mögt Ihr an dem Ruhrpott besonders?

Carsten: Ich mag Bochum, den VfL, die vielen Spielhallen und Sex-Shops.

Tom: Ich mag Gelsenkirchen, S04 und auch die vielen Spielhallen und Sex-Shops.

Ruhrschall: Ist den keiner für BVB???? Weinen

 

Ruhrschall: Möchtet Ihr noch ein Schlußwort an unsere Leser richten?

Tom: Ja, viel Spaß beim Lesen!

 

 
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